Mit einem Tigerhai im Urlaub

Der Wunsch ein Flugmodell wieder einmal selbst zu bauen, geisterte schon sehr lange in meinem Kopf herum. Im Sommer letzten Jahres wurde ich dann angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, die Vereinsfahrt ins österreichische Salzburger Land mit zu machen. Durch meine Zusage beflügelt überlegte ich mir, welche Flugmodelle ich mitnehmen sollte und es fiel mir auf, daß noch Platz für ein weiteres Modell sein würde. Schnell, leicht, wendig, für Wind und Thermik zugleich, keine allzu großen Abmaße und leicht zu bauen, sollten seine Eigenschaften sein. Angetrieben von meiner Leidenschaft zu Nurflüglern, entschied ich mich für den Bauplan des Tigerhai von Wolfgang Werling aus der FMT. Schließlich hatte ich den Hai und Hai2 bereits erfolgreich gebaut, geflogen und sind meine beliebtesten Kleinmodelle gewesen.

Oft las ich nun in den Foren über die Flug- und Baueigenschaften sowie den Komponenten des Tigerhai, um mir einen Flieger meiner Wünsche zu erstellen. Mit ca. 2,5Kg Startgewicht bei 2,7m Spannweite als 4 Klappenflügler und einem schmalen MH-Profil, entsprach er genau dem, was mir vorschwebte. Ich verwendete HITEC HS-125 MG Servos in den Flächen. Der Rumpf wurde mit einem Turnigy Brushless D3548, 60A Regler von Dymond und einem Alu Spinner 44/5,0mm mit Aeronaut Carbon Klappluftschraube 14/8 ausgestattet. Als Ersatz plante ich eine 13/8mm Klappluftschraube ein, falls der Motor zuviel Hitze entwickeln würde

Ich besorgte mir Balsa-, Sperrholz und Kiefernleisten in verschiedenen Stärken aus meinem Bastelkeller und machte mich daran die Einzelteile des Rumpfes und der Rippen des Planes aus einer alten FMT auf das Holz aufzubringen. Beim Ausschneiden der Teile merkte ich dann, wie aufwendig es ist, die verschiedenen Rippengrößen exakt auszuschneiden. Das kostete viel Zeit und es wäre doch ratsamer gewesen, eine CAD Zeichnung zu erstellen, die auf Abruf jederzeit auf der Fräse zur Verfügung gestanden hätte. Aber als sie erst mal fertig auf den Kiefernleisten über den Bauplan saßen, wurde mir klar, „klein“ ist was anderes. Mit 2,7m Spannweite ragte die Konstruktion über unseren großen Esstisch über die Kanten noch hinaus. Gepaart mit dem recht schnell zusammengeleimten Rumpf, konnte ich schon mal sehen, auf was ich mich da eingelassen hatte. Er gefiel immer noch und gab mir mit seiner schnittigen Silhouette den genügenden Antrieb den Tigerhai auch fertig zu stellen.

Jetzt ging ich fast jeden Abend für ca. 1 Stunde in den Keller und baute die Elektronik ein. War ich so langsam oder einfach nur Müde ? Nein, es ergaben sich immer mehr Schwierigkeiten je weiter das Projekt voran schritt. Ich baue schließlich nicht ein Flugzeug nach dem anderen, sondern gehöre zu der Sorte von Menschen, die etwas schon mal gemacht oder gezeigt bekommen haben, und nun die Idee verfolgen dieses allein zu wiederholen. So rückte der Abfahrtstermin für die Vereinsfahrt immer näher und die Familie war schließlich auch noch da. Die Flächen wurden nun schnell mit Balsa verschlossen und der Rumpf verschliffen. Ein Vereinskollege half mir dann noch mit dem Bebügeln der Flächen, damit es auch noch nach etwas aussieht und die Wahl der Farben einen Sinn ergeben. Das Ergebnis war großartig. Oben wählte ich orange mit grünen Spitzen für den Fall, das ich zu weit entfernt bin und unten kamen Streifen aus gelb und blau wenn ich am Himmel oder an bewachsenen Bergen vorbei fliege.

Doch der Erstflug sollte beinahe sein letzter sein. Nur mit Mühe konnte ich einen Totalcrash verhindern. Ich hatte mich entgegen der Vorgabe entschieden den Schwerpunkt nach hinten zu versetzen, um Gewicht zu sparen. Ich mußte aber einsehen, daß hier nur Aufballastieren die einzige richtige Entscheidung sein kann. Bestückt mit einem zweiten Akku als “Zusatzgewicht” konnte ich auch gleichzeitig die Flugdauer verlängern und brachte mehr Durchzug in den Tigerhai. Der Landeanflug kam nun sehr schnell und nur noch mit Bremsklappen möglich, hatte aber keine Zeit mehr diese einzustellen, da ich ja auch noch Koffer packen mußte.

In den Bergen von Östereich ging ich nun mit gemischten Gefühlen an den Start, hatte ich den Flieger doch noch gar nicht richtig eingestellt. Meine Vereinskollegen unterstützen mich dann eifrig und in kurzer Zeit und einem Bastelabend in der Tiefgarage, konnte ich eine Abstimmung finden und den Tigerhai am nächsten Tag mal richtig fliegen. Was soll ich sagen. Es war grandios. Wie auf Schienen zog er am Himmel seine Bahnen. Thermik nahm er schnell und zügig an. Der Rückenflug war ohne große Korrekturen sauber möglich. Loopings gelangen in kleinen, wie auch in großen Bögen. Auch ohne Querruderdifferenzierung kamen Schrauben recht zügig, Nurflügler typisch ensprechend. Nach einer fantastischen Landung bergauf, stellte ich dann auch die Bremsklappen ein. Alle Anforderungen und Hoffnungen wurden übererfüllt und ich bin froh, den Flieger in ca. 180 Baustunden und einem Jahr Bauzeit gemacht zu haben.

In der Thermik mit Freunden

Viel Vorbereitung war nicht nötig, um mit 3 Autos und 7 Personen und 35 Modellflugzeugen ins benachbarte Österreich zu reisen. Oft schon wurde dies so praktiziert und einige sind darin sogar mehrfach gut geübt. So war es nicht verwunderlich, daß das Packen der Fahrzeuge einen Tag vorher, schnell und reibungslos funktioniert hat. Rasch waren die Modelle in den Dachboxen verschwunden und die Koffer mit der passenden Elektronik, sowie den Taschen mit der Wechselkleidung im Heck der Kombis verstaut und es konnte gegen Abend los gehen.

Die Nacht hindurch stellte die durchweg freie Autobahn für uns keine große Barriere dar und kamen somit 9,5 Stunden später pünktlich zum leckeren Frühstück in Grossarltal in unserem Hotel bei Joseph und Maria Gratz entspannt an.

Aufgrund des eintretenden Regens, erkundeten wir das Dorf und konnten auch in aller Ruhe unsere Doppel-Zimmer beziehen. Danach wurden die Modelle in den dafür bereitgestellten Anhänger geladen, der uns die folgenden 7 Tage auf die Hochalm des Kreutzkogel zum Naturplatzl als Packesel begleiten sollte.

Das Wetter steigerte sich am nächsten Tag und besserte sich die ganze Woche, so daß uns das Taxi nebst Anhänger jeden Tag 30 Min den Berg hinauf und am Abend wieder hinunter brachte, wir dadurch aber den Lift mit Wartezeiten sparen konnten. Was uns erwartete waren schöne Ausblicke, eine Wanderung auf der Hochebene, Thermik-Flüge bis 2 Std. und jede Menge Sonne in den Bergen mit unserem Hobby, das Modellfliegen.

Die Landebahn war zwar die ersten Tage noch vereinzelt mit Rundstrohballen belegt, aber groß genug uns nicht weiter in Schwierigkeiten zu bringen. Die Modelle von anderen Vereinen hingegen, wurden jedoch magisch angezogen und ließ uns so manches mal ein Lächeln entlocken, wenn es mal wieder „buff“ dröhnte und einer dieser eingepackten Strohballen zum wiederholten Male getroffen wurde. Aber auch wir mußten am Abend in der Hoteltiefgarage so manches Modell reparieren.

So manch einer mußte sich auch daran gewöhnen, sein Modell über die Hangkante zu werfen und über den fast 1000m tiefen Abgrund zu fliegen. Fehler enden hier schnell mal in einem Totalverlust. Aber hier waren die Thermik und Aufwinde am größten, ließen sie doch das Modell schnell mal über 15-20m die Sekunde nach oben schnellen. Adrenalin und Entspannung zugleich. Wo hat man das schon. Einfach genial! 

Abends wurden wir im Hotel mit kulinarischen Leckereien verwöhnt, denn das Essen war eine Wucht. Vom Grillabend bis zum Galaabend oder einfach Normal mit nettem dekorierten Tischen, war für jeden was dabei und endete meist in gemütlicher Runde bei einem frisch Gezapften. Prost, auf nächstes Jahr!

Nur frische Farbe reichte nicht

Voller Arbeitseifer startete der Arbeitseinsatz am 27.04.2019 bereits um 9 Uhr in der Früh, denn wir hatten unglaublich viel vor auf dem Tappenberg.

Die Hütte sollte mit stärkeren Solarzellen ausgerüstet und die ganze Anlage daran angepasst werden. Das allein ist schon ein ganzer Arbeitstag normalerweise wert. Denn die Installation, sowie die Sicherung der Technik gegen Unbefugte, erfordert sehr viel Arbeit und handwerkliches Geschick. Dazu mußten die Wände der Hütte an bestimmten Stellen geöffnet und so wieder verschlossen werden, so daß sie unerreichbar für Andere bleibt.

Neben technischen Raffinessen standen auch Standardaufgaben an. Das Gelände zu pflegen ist bei dieser Größe nicht gerade ein leichtes Unterfangen und erfordert eine Vielzahl an helfenden Händen. Die Hecke wurde rundherum und sowie in der Höhe, gewaltig gestutzt. Ein kleines Gerüst erleichterte diesmal allerdings das Abtrennen der Seiten und oberen Äste der mittlerweile auf 3m Breite angewachsenen Hecke.

Das Netz wurde genauso wieder aufgehangen, wie auch das Walzen des Platzes mit dem Traktor erneut durchgeführt wurde. Denn Fliegen bedeutet bekanntlich auch Landen und Starten. Neben Gras schneiden und Unkraut abstechen, wurde der Container mit einer neuen Farbe wieder in einen ansehnlichen Zustand gebracht. Da die WebCam nicht alle Bereiche abdeckt, sind die meisten Schnappschüsse natürlich mit dem Handy erhascht worden. Danke für die tollen Pics. 🙂

Als alle Helfer mit ihren Hauptaufgaben fertig waren, wurde selbstverständlich der Grill befeuert und der arbeitsreiche Tag ging mit Steaks, Würstchen und Kartoffelsalat gemütlich dem Ende entgegen. Um das Auf- und Wegräumen kamen wir jedoch nicht herum. Schade, denn es hat Spass gemacht und wir wissen ja, wofür wir das machen. Für uns und unser Hobby.

Vielen Dank an Axel, Christian, Dieter, Erik, Fabian, Frank, Helmut, Jürgen, Mario, Peter, Stefan, Thomas

Zu kalt zum Fliegen ?

Seit Mitte November fahren nun die Modellflugpiloten und einige weitere interessierte Gäste und Freunde, mit ihren RC-Autos in der kleinen Schulturnhalle in Uslar um die Wette. Es ist gar nicht so einfach auf dem rutschigen Parkettboden schnell und ohne Kontakt mit anderen Allrad angetriebenen Autos oder den Wänden durch die Kurven und Schikane zu driften. Wie Eis, fühlt sich der Untergrund an und jede falsche Lenkbewegung wird mit einem zeitintensiven Dreher oder gar einem Einschlag in die Bande bestraft. Kaputt geht nur selten etwas, da die Geschwindigkeiten nicht allzu hoch und die Autos mit Dämpfern und Latexkarosserie, gut gebaut sind. Dennoch macht es den meist über 10 Rennfahrern unheimlich Spaß, gleichzeitig über die Strecke zu driften und sich im direkten Vergleich gegenseitig zu messen. Es fühlt sich ein wenig wie Formel 1 und Rally gleichzeitig an, wobei die Kosten dafür nur ein Bruchteil ihrer Vorbilder sind. Nach nur 10 Runden werden die Plätze dokumentiert und die Punkte vergeben. Da kann man an einem Tag schon mal 2., 5., 4. oder sogar 1. sein. Das Feld ist gut gemischt und so ist der kurzweilige Tag schnell vergangen. Dennoch zieht es bei Sonnenschein den Einen oder Anderen schon mal wieder hinaus. Es gibt wohl doch nicht „zu kalt zum Fliegen!“, nur schlechte Kleidung. (s.Bild unten, weitere Bilder in der Gallerie)  😉

Neujahrsfliegen bei Wind und Wetter

Heureka, Neujahr ist da. 7 unerschrockene Mitglieder fanden den Weg auf den Tappenberg am 1.1.2019 gegen bereits 13 Uhr ein und wollten sich begrüßend die Hand zum neuen Jahr reichen. Auch sollte laut Tradition angeflogen werden. Trotz wechselnden Wetterverhältnissen, konnte die ein oder andere Regenlücke gefunden werden, wobei Christian und Erik sich mit Ihren Modellen auf machten, um gegen den Wind anzufliegen. Ein spektakulärer Rückenstart von Eriks Delta zeigte mal wieder, wie böig es manchmal sein kann, was den hartgesottenen Piloten jedoch nicht aus der Ruhe bringen ließ. Als die Landungen glücklich verlaufen waren, machte man sich ans Werk den Grill in gewohnter Manier zu befeuern und auch die mitgebrachte warme Soljankasuppe, ein russischer Eintopf, einzuverleiben. Der Start ins Neue ist damit gut geglückt. Es kann also nur ein tolles Jahr werden, auch wenn das vorherige vom trockenen Super Sommer wohl nicht zu knacken sein wird.

Ein Holm- und Rippenbruch an alle Piloten

Euer Vorstand

Heiße Weihnachtsfeier 2018

Da waren mal wieder mehrere Heißlüfter nötig alle zufrieden zu stellen. Der Jahresabschluß wurde somit heiß gefeiert. Schließlich wollte ja keiner frieren. Doch bei Glühwein, Bier und Punsch, waren wir gut eingedeckt und wärmten uns von Innen, da das Lagerfeuer doch von kalten Winden umzogen wurde. Auch das Essen wurde warm und reichlich serviert. Geschnetzeltes und Schnitzel mit Kartoffelgratin ließen sich alle schmecken und es blieb etwas einiges übrig. Bei ein wenig Musik wurde viel gelacht und so einiges erzählt. Zu späterer Stunde wurden dann noch einige selbstgedrehten Filme und Fotos aus vergangenen Tagen gezeigt. Das gefiel allen sehr gut und wir erfuhren einiges Neues von so manchen Mitgliedern. Bedanken möchte ich mich besonders bei den Tatkräftigen Helfern und Organisatoren, daß alles wunderbar und reibungslos funktioniert hat. 
Frohe Weihnachten !!

Freuen wir uns auf das Neujahrsfliegen und sehen uns dort hoffentlich wieder.

mit Holm- und Rippenbruch
Euer Vorstand

LIPO-Akku richtig nutzen

Vor ein paar Wochen hat uns Gerd einen tollen Bericht über LithiumPolymer-Akkus zukommen lassen. Darin wird detailliert beschrieben, was man bei der Ladung, Gebrauch, Lagerung und Entsorgung zu beachten hat. Hier möchte ich kurz die wichtigsten Punkte für euch zusammenfassen:
– Den Akku immer ausbalancieren und die Abweichung der Spannungen, wenn möglich unter 0,05V halten.
– Den Ladestrom bei 1C (Kapazitätswert) schont den Akku, kann aber auch auf das max. zulässige erhöht werden, jedoch nie darüber.
– Warme und kalte Akkus langsam laden, wobei 10°-40° als normal gelten. Unter 18° sollte der Akku auch vorgewärmt werden.
– Nie ganz entladen. Eine Restspannung von 15% – 20% immer im Akku belassen, um die Lebensdauer zu erhöhen.
– Die Einzelzellenspannung sollte bei Belastung nicht unter 3,3V fallen, da sie sonst arg gestresst werden.
– Bei der Langzeitlagerung sollte ein kühler und trockener Ort gewählt werden, wobei 3,72 V (15%) angepeilt werden sollten.
– Die kurze einsatzbereite Lagerung kann gern bei 4V (50%-60%) liegen, sollte aber dennoch trocken und nicht zu heiß sein.
– Ein mit über 4,2V geladener Akku kann sich aufblähen und bersten. Nie überladen oder gar Kurzschließen, da Brandgefahr !
– Ein sehr stark geblähter Akku nicht weiter verwenden, sondern langsam entladen und entsorgen.
– Zur Entsorgung die Einzelzellen unter 3,6V – 2,5V (ideal 3,0V) bringen und die Kabelenden abtrennen sowie isolieren.
– Beim Fachhandel oder dort wo Lipos gekauft werden können, direkt abgeben.
– TIP: Die meisten Unfälle ereignen sich beim Transport oder Laden. Ein spezieller Transportkoffer bietet hier einen guten Schutz.

Gern ist die Liste von euch auch erweiterbar. Sendet einfache ein kurze Info an mich. Danke.

Euer Gerd und Mario

Familienwochenende 2018

Unter keinem guten Stern stand der Familientag in diesem Jahr. Dabei fing der Donnerstagabend mit noch 28 Grad richtig vielversprechend an. Peter zauberte uns mit seinem riesigen Webergrill zwei äußerst grosse leckere Braten auf den Tisch, so daß jeder satt wurde und es sogar noch was übrig blieb, was bei uns eigentlich äußerst selten vorkommt. Die Sonne schien, es war warm und man konnte sogar Thermik finden, obwohl der Wind schon in kräftigen Böen unterwegs war. Ein Modell wurde so arg durchgerüttelt, daß sich ein Stecker löste und ungesteuert in einer Stecklandung im Acker endete. Sollte das ein Vorbote sein ?!?

Doch die vielen Vorbereitungen am Freitag wurden nicht belohnt und das Wetter am Samstag wurde nicht besser. Es wurde mit gerade mal 18 Grad (gefühlt 15°) kalt und der Wind nahm arg zu. Regen war zwar angesagt, von dem wir aber “Gott lob” verschont geblieben sind. Dennoch kamen nicht gerade viele Mitglieder mit Familie (etwa 27 über beide Tage verteilt) und blieben auch nicht über Nacht. Lediglich 2 Zelte und ein Wohnmobil bot 4 Männern und 2 Kindern eine Aufregende Nacht auf dem Tappenberg. Viele hatten bei den Böen nicht richtig Lust ihr Modell in die Luft zu bringen und so spielte sich vieles nur vor der Hütte ab, da es dort windgeschützt und immer mal Kaffee und Kuchen zu ergattern war. Wie gut das einige Angehörige immer mal wieder was zu erzählen hatten und es uns dadurch nicht langweilig wurde.
Beinahe wäre die Stimmung jedoch umgeschlagen, als noch ein weiteres Modell in einem Baum landete und sich den Motor heraus riss. Zu allem Überfluß ging bei den Vorbereitungen zum Nachtflug sogar eine Drohne in einer ungewollten Not-Außenlandung runter, weil der Akku leer war und die Energie für die Rückkehr fehlte. Seither wurde sie nicht mehr gesehen. Aber all das ließ uns nicht abschrecken. Also wurde eine große Pfanne an einem Dreibein über das spätere Lagerfeuer gestellt und ordentlich was zu Essen zubereitet. Bratkartoffeln mit Schinkenwürfeln à la Jürgen mit gegrillten Würstchen und jeder Menge verschiedener Salate. Da war für Jeden etwas dabei. Das anschließende Lagerfeuer spendete uns noch einen angenehmen Abend und Erik erzählte uns zwei Grusel-Rate-Geschichten, bei Sternenhimmel im Mondscheinlicht.

Am Sonntag wurden die Übernachtungswilligen mit warmen Sonnenstrahlen geweckt und erhielten ein leckeres Frühstück der besonderen Art. Selbstgemachte Marmelade mit Schokolade und anderen leckeren Früchten. Ein Highlight an diesem Wochenende. Mit neuer Kraft ging es auch in die Höhe, aber Ablösungen für die Segler waren in den unteren und oberen Schichten kaum zu finden. Als der Wind dann nach 17 Uhr abflaute, ging es dann noch mal so richtig rund im Luftraum. Jetzt wollte man jenes Versäumnis nachholen, was einem der Tag zuvor des Windes wegen verwehrt wurde.

Trotz der Niederschläge hat es den Beteiligten aufgrund der sehr guten Organisation des Vorstands und der Hilfsbereitschaft seitens der Mitglieder und Angehörigen, sehr gut gefallen und es wird sicher nicht das letzte Treffen dieser Art sein.
Bis bald, wir sehen uns auf dem Modellflugplatz !

Mit dem Hobby in Urlaub fahren

Nein, hier ist nicht der Caravan gemeint, obwohl dies ja viele im Sommer tun. Aber einige unserer Mitglieder fahren fast jedes Jahr liebend gern mit den eigenen Modellflugzeugen zum Entspannen und Spass haben in den Urlaub. Und das hat es mal wieder.

Schon einige Tage zuvor wurde viel besprochen und geplant, denn so manches Großmodell und die Lade- und Reparaturausrüstung, sowie auch einige Persönliche Dinge, mußten in den Autos oder Dachboxen gut untergebracht werden. 8 Std Fahrt wurden für die 750 km entfernt liegende Hotel Gratz im Grossarl Tal mitten in Österreich nahe dem schönen Bad Gastein in den Bergen eingeplant. Nach der Ankunft staunten unsere 5 Piloten nicht schlecht, als sie erfuhren, daß sie einen besonderen Service des Hauses erhalten sollten. Damit die Modelle nicht täglich den Berg hinauf getragen werden müssen, bietet die Unterkunft einen Autoanhänger speziell ausgerüstet für Modelle jeder Größe an, der von einem Taxi bis auf die Start- und Landewiese etwa 1000 Höhenmeter oberhalb gefahren wurde, welches sie Abends mitsamt Ladung sogar wieder abholte. Ein echt toller Service !

Fliegen in den Bergen ist doch was feines. Das Modell ist in Augenhöhe und unter einem eröffnet sich nicht nur ein toller Blick ins Tal, sondern auch warme aufsteigende Luft, so daß das Modell lange in seinem Element bleiben kann, ohne den Motor zu Hilfe zu nehmen. Lange ausgedehnte Flüge gepaart mit sonnigem Wetter lassen jeden schon nach kurzer Zeit entspannen und die Zeit genießen, die man hier mit einem der schönsten Hobbys die es gibt, verbringen kann.

Neben Fliegen und Ausruhen am Hang, wurde auch geführte Wanderungen angeboten. Doch Langweilig wurde es nie.

Es landete sogar mal ein Arzt mit dem Rettungshubschrauber auf der Alm, da es einem Mann nicht gut ging und Peter ernsthafte “Erste Hilfe” leisten mußte. Gut das er da war und die Nerven behielt, bis die Rettungskräfte eintrafen.
Wir wünschen dem Betroffenen gute Genesung von dieser Stelle aus.

Wer am Abend von den Anstrengungen des Tages Hunger hatte, wurde mit genügend Auswahl und gutem Essen belohnt. Auch ein toller Grillabend durfte da nicht fehlen und ließ auch die ein oder andere schlechte Landung vergessen, wo das Modell kleinere Schäden davon gezogen hatte, die aber längst repariert sind. Alles in Allem eine wirklich gelungene Fahrt, die allen Beteiligten gut gefallen hat.
Wir kommen wieder, im nächsten Jahr vielleicht schon!

 

 

Erstflug, was ist das ?!

Der Erstflug ist immer was Besonderes. Adrenalin pur für den Einen, Gewohnheit und Bestätigung für den Anderen. Schließlich sind die Modelle nicht billig und wurden in vielen Stunden und Tagen zusammengebaut. Somit bleibt es für den Modellbauer was ganz Besonderes sein Modell den Elementen zu übergeben. Gerade dieses Jahr hatten wir viele Erstflüge, Flugzeuge oder Heli´s die zum ersten Mal in die Luft aufsteigen und eingestellt werden müssen. Sie werden so lange optimiert, bis sie richtig gut und ohne Macken ihre Bahnen am Himmel ziehen. Nicht jedes Modell übersteht diese Prozedur ohne Blessuren oder fliegt beim ersten Versuch gleich gerade am Horizont entlang. Viel Einstellarbeit ist dazu nötig. Der Pilot muss in erster Linie zufrieden sein, erst dann geht es zum Normalflug über und man kann mit dem Modell richtig Spaß haben. Gerade jetzt gibt es viele schöne Tage, die sich ideal dafür eignen. Denn man möchte schließlich sein Modell mit in den Urlaub nehmen und dort nicht erst mit Problemen kämpfen oder gar das Modell wegen einer Kleinigkeit ungeflogen wieder mit nach Hause bringen. So auch unser Peter, der seine 5m große Alpina 5001 Pro an einem windstillen Abend noch vor dem Grillen erfolgreich einflog. Ob die leckeren Schaschlikspieße danach oder der Anblick der tollen Alpina hoch oben am Himmel unter den Wolken ihm ein Grinsen ins Gesicht gezaubert hat, ist allerdings nicht ganz leicht zu beantworten, denn auch die, sind eine Spezialität von Christian unserem 1. Vorsitzenden und nicht zu verschmähen.

Peter und Jürgen halten den 5m Alpin E-Segler

Euch Allzeit Holm- und Rippenbruch